Der steirische Arbeitsmarkt 2010

2010 war nach dem rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr davor durch Entspannung auf dem Arbeitsmarkt gekennzeichnet.

2009 hatte noch aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise mit einer Zunahme der Arbeitslosenzahl von über 25% den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit, den das AMS Steiermark je verzeichnete, gebracht. 2010 sank die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt um 10,9%, was freilich eine immer noch hohe Arbeitslosenquote von 7% (gegenüber 7,9% im Jahr davor) bedeutete.

Als Folge der Krise waren 2010 aber immer noch 10.324 Personen im Jahresdurchschnitt in AMS-Schulungen, was einen Anstieg im Jahresvergleich um 13,4% bedeutete; allerdings ist auch zu beachten, dass die Zahl der Zugänge in Schulungen im Jahr 2010 noch leicht höher lag als im Jahr 2009.

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Rückgang bei Männern stärker

Nachdem 2009 die Arbeitslosigkeit bei Männern stärker gestiegen war als bei Frauen, waren 2010 auch die entsprechenden Rückgänge der Registerarbeitslosigkeit unterschiedlich ausgeprägt (-14,1% bei Männern, -6,0% bei Frauen). Statistisch gesehen verzeichneten alle Altersgruppen einen Rückgang. Auffallend und wohl auch in Folge der Wirtschaftskrise zu beachten ist ein Anstieg der Langzeitbeschäftigungslosigkeit um 17,3%.

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Leiharbeit und Industrie legen wieder zu

Gerade jene Branchen, die 2009 einen hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen hatten, zeigen 2010 einen deutlichen Rückgang. In Industrie und produzierendem Gewerbe nahm die Arbeitslosigkeit um 25,9% ab, beim Personalleasing um 20,0% und bei Verkehr und Logistik um 16,2%. Deutlich auch die statistischen Rückgänge im Handel (-5,3%) und in der Hotellerie (-6,1%9, während im Gesundheits- und Pflegebereich eine Zunahme der beim AMS gemeldeten Arbeitslosen um 2,2% registriert wurde).

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Geringere Fördermittel

Im Jahr 2011 stehen dem AMS Steiermark mit 130 Millionen Euro um rund 18 Millionen Euro weniger Förderbudget als 2010 zur Verfügung. Naturgemäß wird dies eine Verringerung der Qualifizierungsaktivitäten, aber auch eine Verringerung bei beschäftigungsbezogenen Förderungen bewirken.

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