Gesundheits- und Sittlichkeitsschutz

Jugendliche Arbeitnehmer/innen befinden sich in einer Phase der psychischen und physischen Veränderungen und sind daher schutzbedürftiger als erwachsene Arbeitnehmer/innen. Daher gelten in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zwischen 15 (Lehrverhältnisse:14 Jahren) und 18 Jahren bezüglich der Beschäftigung die besonderen Bestimmungen des Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetzes (KJBG).

Ausgenommen vom Geltungsbereich sind:

  • Kinder- und Jugendliche, für die das Landarbeitsgesetz gilt,
  • Jugendliche in privaten Haushalten.

Akkordarbeit und Gefahrenunterweisung

Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und Lehrlinge dürfen nicht mit Akkordarbeiten oder sonstigen leistungsbezogenen Prämienarbeiten beschäftigt werden.

Außerhalb des Betriebes dürfen Jugendliche nicht zur Beförderung höherer Geld- oder Sachwerte unter eigener Verantwortung herangezogen werden.

Bei Beschäftigungsbeginn und bei jeder bedeutenden Änderung der Arbeitsbedingungen eines Jugendlichen hat der/die Arbeitgeber/in die für die Sicherheit und Gesundheit sowie für die Sittlichkeit der Jugendlichen bestehenden Gefahren zu ermitteln.

Sie müssen vor der erstmaligen Verwendung an Maschinen, bei Arbeiten mit Gasen, Chemikalien oder bei Arbeiten auf gefährlichen Arbeitsstellen über das bei der Verrichtung solcher Arbeiten notwendige Verhalten sowie über die bestehenden Schutzvorkehrungen und deren Handhabung unterwiesen werden.

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