Lebensmittel-Gütesiegel oft nur PR-Gag

Lebensmittel-Gütesiegel suggerieren den VerbraucherInnen eine besondere Qualität eines Produkts. Eine AK-Studie deckt auf, dass zahlreiche Siegel diesem Anspruch nicht gerecht werden. AK-Präsident Walter Rotschädl fordert als Konsequenz einheitliche Kriterien für die Vergabe und Kontrolle von Qualitätssiegeln.

Nur jedes 2. Gütesiegel "empfehlenswert"

Die steirische Arbeiterkammer ließ 12 steirische Qualitätssiegel von der unabhängigen Verbraucherinitiative e.V. Berlin auf ihre Aussagekraft hinsichtlich der Qualität des Produkts prüfen. Nach den Kriterien „Anspruch“, „Unabhängigkeit“, „Kontrolle“ und „Transparenz“ stuften die Prüfer lediglich 6 Qualitätssiegel – Almo, Steirisches Kürbiskernöl, Bioland Ennstal, Schirnhofer, Steirerhuhn und Styria Beef – als „empfehlenswert“ ein. „Eingeschränkt empfehlenswert“ nannten die Prüfer die Logos „frisch, saftig, steirisch“ sowie „Gutes vom Bauernhof“. Weitere 4 Logos, nämlich Steirerfisch, Sulmtaler Hendl, Vulcano und Weizer Berglamm fanden vor den Prüfern keine Gnade und wurden als „irreführend“ eingestuft.

„Das sagt noch nichts über die Qualität des Produkts selbst aus“, stellt die Autorin der Studie, Mag. Susanne Bauer klar: „Aber das dazugehörige Gütesiegel erfüllt nicht die Kriterien, die die Qualität für den Konsumenten/die Konsumentin auch objektiv nachvollziehbar machen.“ Die Studie „Steirische Lebensmittelzeichen: Gütesiegel, Marken und Logos auf dem qualitativen Prüfstand aus VerbraucherInnenperspektive“ finden Sie in der Infobox.

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