Hartholzbriketts von mäßiger Qualität
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Hartholzbriketts aus gepressten Sägespänen haben einen höheren Heizwert als herkömmliches Scheitholz. Bei einem Produkttest wurde aber jede zweite gekaufte Probe als mangelhaft bewertet.
Holzbriketts werden vor allem für kleine bis mittlere Öfen, Kachel- und Kaminöfen verwendet. Die aus Sägespänen unter großem Druck hergestellten Briketts enthalten keine Bindemittel, die Qualität der meist in 10-Kilo-Packungen erhältlichen Briketts (Preis zwischen 22 und 30 Cent je Kilo) regelt die ÖNORM M 7135 HP3.
6 von 10 Proben entsprachen nicht ÖNORM
Ein Produkttest der steirischen AK liefert ein nüchternes Ergebnis: Von 44 angekauften Produkten wurden im Frühjahr zehn von einem Labor genau untersucht: „Sechs der zehn getesteten Briketts entsprachen nicht der ÖNORM, als Gründe dafür wurden ein mäßiger Heizwert oder ein hoher Asche- und Stickstoffgehalt genannt“, erklärt MMag. Josef Kaufmann. Bei einem Nachtest im Oktober entsprachen erneut nur zwei von vier Proben (detaillierte Ergebnisse in der Infobox).
Heizwert oder Aschegehalt fehlten
Besonders hart gemacht wird es dem Konsumenten bei den Produktangaben. Bei zwei der gekauften Proben fehlt Heizwert, bei vier der Aschegehalt. Bei den Maßeinheiten muss man sich schließlich mit Megajoule, Kilokalorien oder Kilowatt herumschlagen, die ÖNORM legt den Grenzwert mit 18 MJ/kg fest. Nur eine Probe lag unter diesem Wert, allerdings wies das Prüfinstitut bei jeder zweiten Probe nach, dass höhere Heizwerte auf der Verpackung angegeben wurden. Der AK-Experte verlangt daher von den Produzenten (rund drei Viertel der Briketts stammten aus Österreich) vollständige, richtige und nachvollziehbare Werte.
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