AK unterstützt Forderung nach 1.300 Euro Mindestlohn

Knapp 25.000 vollzeitbeschäftigte Steirerinnen und Steirer verdienen weniger als 1.300 Euro brutto. AK-Präsident Walter Rotschädl begrüßt die Forderung der Gewerkschaften und von Frauenministerin Heinisch-Hosek nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro: „Vor allem in frauenpolitischer Hinsicht wäre das ein großer Fortschritt“.

Knapp 17 Prozent der Frauen betroffen

Eine AK-Analyse der Lohnsteuerstatistik zeigt, dass 2008 rund 8% der steirischen Vollzeitbeschäftigten weniger als 1.000 Euro netto verdienten, ein Betrag, der in etwa den geforderten 1.300 Euro brutto entspricht. Dabei zeigen sich eklatante geschlechtsspezifische Unterschiede: Während 7.244 oder 3,6% der vollzeitbeschäftigten Männer weniger als 1.000 Euro netto verdienen, sind 17.329 oder 16,9% der Frauen betroffen.

Niedriglohnbranchen

Besonders hoch ist der Anteil niedriger Einkommen in der Beherbergungs- und Gastronomiebranche (49,9% der Frauen, 30,8 % der Männer), gefolgt von persönlichen Dienstleistungen (FriseurInnen, KosmetikerInnen). Weitere Branchen mit überdurchschnittlich hohen Anteilen an niedrigen Einkommen sind die Gebäudebetreuung, Wach- und Sicherheitsdienste, Überlassung von Arbeitskräften, der Handel sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.
(Analyse in der Infobox)

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Mindestlohn ist weiblich: Kellnerinnen haben meist niedrige Einkommen.
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