Kleine Rabatte für viel Treue

Kundenkarten nutzen weniger dem Kunden als den Firmen: Rabatte und Gutschriften hängen oft von Mindestumsätzen ab, weiters machen die nicht immer kostenlosen Kundenkarten Konsumenten durchschaubarer, weist eine AK-Studie nach.

Vier von 21 Kundenkarten nicht kostenlos

Vier der 21 untersuchten Kundenkarten von 18 Unternehmen aus der Kosmetik- und Bekleidungsbranche sind nicht kostenlos, Gutschriften sind oft befristet, sodass der versprochene Bonus sich in Luft auflöst, wenn die Gutschrift nicht rechtzeitig eingelöst wird, stellten die AK-ExpertInnen Mag. Susanne Bauer und MMag. Josef Kaufmann bei ihrer Analyse von gängigen Kundenkarten fest. Zum mehrschichtigen Bonusmodell beim Cashback-System „Lyoness“ ist zu bedenken, dass es ab dem dritten Jahr kostenpflichtig ist, wenn kein Mindestumsatz von durchschnittlich 150 Euro/Monat in zwei Jahren erreicht wird (detaillierte Studie in den Infobox).

Der durchschaubare Konsument

Ein von vielen Verbrauchern unterschätzter Nachteil ist die unklare Datennutzung. Durch die aufgezeichneten Kundendaten können Firmen leichter Kundenprofile für ein zielgerichtetes Marketing erstellen. Oft wird mit der Beitrittserklärung und Akzeptanz der Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch der Weitergabe von Daten an andere Unternehmen zugestimmt: „Damit wird dem Datenhandel Tür und Tor geöffnet, was zu unerwünschten Angeboten und vermehrtem Werbematerial führen kann“, erklärt Bauer.

Wer sich für Kundenkarten entscheidet, sollte darauf achten, dass Sofortrabatte und nicht bloß Gutschriften gewährt werden, raten die AK-ExpertInnen. Außerdem sollten KonsumentInnen Systeme bevorzugen, die nur wenige Daten abfragen und diese auch nicht weitergeben.

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