"Gratisspiele" kosten bei Zusatzleistungen

Kostenlose Online-Games zielen auf den Kauf von Extras ab und können auch erhebliche Verbindungskosten verursachen, ergab ein Spieletest im Auftrag der Arbeiterkammer.

Computerspiele sind erfolgreicher als jedes andere Unterhaltungsmedium – und auch der Markt der „kostenlosen“ Onlinespiele boomt, weil genügend Spieler bereit sind, durch Premium-Mitgliedschaften oder den Kauf von kostenpflichtigen Zusatzleistungen die Spielefirmen reich zu machen. Aus dem fast unübersichtlichen Markt von rund 3.000 „Gratisspielen“ wurden für einen Test fünf Spiele aus vier Genres (Rollen- und Strategiespiel, Wirtschaftssimulation und Virtuelle-Welt-Game) auf versteckte Fallen untersucht.

Jahresabos um 36,50 bis 90 Euro

„Bei allen getesteten Spielen können Zusatzkosten durch Extramaterial oder Jahresmitgliedschaften von 36,50 bis 90 Euro (Herr der Ringe Online) entstehen“, warnt AK-Experte MMag. Josef Kaufmann vor kostenpflichtigen Inhalten, auf die erst auf weiterführenden Seiten oder in den AGB hingewiesen wird. Im Wirtschaftsspiel „Industrie Tycoon 2“ kann der Firmenausbau mit einem Einsatz von bis zu 200 Euro beschleunigt werden.

Versteckte Kosten kennzeichnen

Außerdem könnten bei einem mobilen Zugang zu Online-Games nicht unerhebliche Verbindungskosten den meist jugendlichen Spielern entstehen. Aufgrund dieser Haken fordert der AK-Experte eine verpflichtende Kennzeichnung der versteckten Kosten von Computerspielen. „Für die Ablenkung in künstlichen Welten und den kämpferischen Erfolg geben Spieler weltweit Milliarden aus“, erklärt Kaufmann. Daher sollte man sich vorher über Nutzungsbedingungen und Rücktrittsrechte bei Abos informieren (die Studie "Online-Games" finden Sie in der Infobox).

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Gratisspiele als Lockmittel: Die Spielefirmen rechnen damit, dass zwei Prozent der Spieler für zusätzliches Spielmaterial zahlen.
Gratisspiele als Lockmittel: Die Spielefirmen rechnen damit, dass zwei Prozent der Spieler für zusätzliches Spielmaterial zahlen.
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