Bildungsreform gegen "Nachhilfeindustrie"
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Die „Nachhilfeindustrie“ blüht und gedeiht. Auch im laufenden Schuljahr geben die Eltern allein in der Steiermark unfassbare 13 Millionen Euro für bezahlte Nachhilfe aus. Für AK-Präsident Walter Rotschädl ein weiterer Grund, sich voll hinter das Bildungsvolksbegehren zu stellen.
Spürbare Belastung duch Nachhilfe
Fast jeder fünfte steirische Haushalt mit schulpflichtigen Kindern sieht sich genötigt, Geld für bezahlte Nachhilfe in die Hand zu nehmen, und zwar fast 700 Euro pro Schuljahr. Mehr als die Hälfte der betroffenen Haushalte fühlt sich durch die Nachhilfekosten „sehr stark“ bzw. „spürbar“ belastet. Weitere 8 % geben an, dass ihre Kinder eigentlich Nachhilfe benötigten, aber – wohl aus Kostengründen – keine bekommen haben. Kinder aus sozial schwächeren Familien bleiben also auf der Strecke, kritisiert Rotschädl: „Wer sich keine Nachhilfe leisten kann, dessen Kinder haben eben Pech gehabt“.
Fehlende schulische Nachmittagsbetreuung als Grund?
Die IFES-Untersuchung im Auftrag der Arbeiterkammer bringt auch klar an den Tag, wo der Hund im Schulsystem begraben liegt. 80 % der befragten 400 Haushalte geben an, dass ihre Kinder keine schulische Nachmittagsbetreuung haben. „Der klare Zusammenhang zwischen kaum vorhandener Nachmittagsbetreuung und den hohen Nachhilfekosten beweist einmal mehr die Notwendigkeit einer radikalen Schulreform“, so Rotschädl. Die AK unterstütze daher vollinhaltlich das Bildungsvolksbegehren, zu dessen Forderungen auch die flächendeckende Umsetzung einer Ganztagesschule gehört.
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