ÖBB verlangen Drogentests von Lehrstellen-Bewerbern
-
|
Mehr
Die von der steirischen Arbeiterkammer aufgedeckte Praxis eines Unternehmens aus der Transportbranche, von Stellenbewerbern Drogen- und sogar Aids-Tests zu verlangen, ist nur die Spitze des Eisbergs: Bei den staatlichen ÖBB müssen sich BewerberInnen einem Drogentest unterziehen, wenn sie eine Lehrstelle als Bürokaufmann/-frau ergattern wollen. Für AK-Präsident Walter Rotschädl ein „Skandal, der nach einer gesetzlichen Regelung schreit“.
Wörtlich heißt es in den Bewerbungsunterlagen der ÖBB: „Ich nehme zur Kenntnis, dass sich der/die BewerberIn im Zuge einer Testung auf allfälligen Drogenmissbrauch bei WELLCON (Gesellschaft für Prävention und Arbeitsmedizin) unterzieht. Ohne Absolvierung dieses Tests findet Ihre Bewerbung keine Berücksichtigung.“ Für solche Auswüchse fehlt Rotschädl jegliches Verständnis: „Drogentests für 15jährige Bürolehrlinge sind völlig überzogen.“
Gesetz gegen Test-Wildwuchs
Der AK-Präsident kündigt nun eine Gesetzesinitiative der steirischen AK an. Der Vollversammlung werde eine entsprechende Resolution zur Beschlussfassung vorgelegt, kündigte Rotschädl an: „Bei einzelnen Berufen ist durchaus einzusehen, dass der eine oder andere Test gemacht werden muss, schon zum Schutz der betroffenen ArbeitnehmerInnen. Aber die Gründe müssen in einem Gesetz taxativ aufgezählt werden.“ Nur so lasse sich der Wildwuchs an unnötigen, schikanösen und diskriminierenden Tests stoppen, ist der AK-Präsident überzeugt.
-
|
Mehr
AK SteiermarkHans-Resel-Gasse 8-14
8020 Graz
Tel: 05 7799 0
Fax: 05 7799 2387
E-Mail-Anfrage
Kontakt- & Beratungszeiten
Außenstellen
zur Bezirksstellenübersicht
