Reader’s Digest nervt mit Werbepost
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Mit fragwürdigen Werbemethoden ist der US-Verlag „Reader’s Digest“ auch in der Steiermark aktiv: Mit der Teilnahme an einer „Zusatzrenten“-Verlosung kann der Konsument auch einen Weltatlas um 19,90 Euro kaufen.
Atlas zum Gewinnspiel
Was vielen Steirern kürzlich ins Haus flatterte, wurde von der Hamburger Verbraucherzentrale bereits 2007 als Verkaufsfalle bewertet. In dem persönlich gehaltenen Werbeschreiben wird den Teilnehmern an einer Verlosung eine lebenslange monatliche Zusatzrente von 2.133 Euro in Aussicht gestellt. Außerdem kann man einen Weltatlas „zum supergünstigen Preis“ von 19,90 Euro zur Ansicht erhalten. Die umständliche Aufmachung der Gewinnspielunterlagen dienen laut Mag. Bettina Schrittwieser nur dazu, Produktbestellungen zu provozieren. „Daher sollte man solche Schreiben wegwerfen und keinen Kontakt mit dem Verlag aufnehmen“, rät die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes. Zwar kann sich der Konsument auch nur für die Teilnahme am Gewinnspiel registrieren. Da die Registrierung mittels unterschiedlichen Antwortkuverts aber kompliziert gestaltet und verworren umschrieben ist, kann man vieles falsch machen.
Rückgaberecht von vier Wochen
Die Abonnementzeitschrift für eine Leserschaft meist über 40 geht seit vielen Jahren mit Gewinnspielen auf Kundenfang. Rechtlich ist gegen die Werbemethoden von Reader’s Digest nichts zu machen, auch wenn man sich als Konsument getäuscht fühlt. Denn wer Waren bestellt, schließt einen Kaufvertrag ab. Zwar kann man den Atlas innerhalb von vier Wochen retournieren, das Rückgaberecht bringt aber den Kunden in Zugzwang. Vor allem bei älteren Menschen ist das problematisch, denn sie scheuen oft den Aufwand und schicken die ungewollt bestellte Ware nicht zurück.
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