Zufriedene Lehrlinge wollen gleichberechtigt sein

Eine erfolgreiche Unternehmenskultur beginnt beim Respekt für Lehrlinge – diesen Schluss zieht eine Untersuchung über die Zufriedenheit von Lehrlingen, die beim jüngsten „Forum Lehre“ der AK-Jugendabteilung präsentiert wurde (im Bild von links AK-Vizepräsident Fritz Ploner, Mag. Ursula Strohmayer mit LR Dr. Bettina Vollath, rechts).

Ploner betonte einleitend das Bestreben, den Stellenwert des Lehrlings wieder zu steigern. Ausgangspunkt dieser Bemühungen bildet ein von Landesrätin Vollath beauftragtes Projekt, das die Befindlichkeit der steirischen Lehrlinge erhob. Dabei wurden auch 100 Lehrlinge von SchülerInnen befragt. Tenor dieser Interviews laut Studienleiter Ludwig Kapfer: „Wenn der Lehrling zufrieden ist, ist er auch leistungsbereit und stärkt dadurch den Standort Steiermark.“

Motivationsschub für ein gutes Betriebsklima

Lehrlinge wollen gleichberechtigt behandelt werden und ein selbstverständlicher Teil des Unternehmens sein, folgert Kapfer, der zwölf Schwerpunkte zur Motivation von Lehrlingen herauskristallisierte. Ein gutes Unternehmensklima zeichne aus, wenn die jüngsten MitarbeiterInnen nicht ausgelacht werden, vom Wissen kompetenter KollegInnen profitieren, berufliche Perspektiven aufgezeigt bekommen und die Gesamtziele des Unternehmens kennen. Außerdem wollten Lehrlinge eine vorhersehbare Arbeitszeit (und dadurch eine planbare Freizeit) und eigenständige Bereiche, die sie selbstständig managen können.

Unterstützung für Ausbilder

Anschließend wurden bei dieser gut besuchten Veranstaltung Maßnahmen diskutiert, die zu einer Verbesserung der Lehrlingssituation in den Betrieben beitragen können. Die Leiterin der AK-Lehrlingsabteilung, Ursula Strohmayer, bilanzierte, man sollte künftig Ausbilder stärker mit ihren Wünschen nach mehr Informationen und persönlicher Weiterbildung unterstützen. Landesrätin Vollath bekannte sich zur Idee einer gemeinsamen Schule aller 10- bis 15-Jährigen und plädierte für den Einsatz von Psychologen an jeder Schule, damit sich LehrerInnen wieder mehr auf die Wissensvermittlung konzentrieren können.

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