Sportfans und Geldakrobaten
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Zwischen Sport und Geld gibt es eine neue Verbindung: Seit 1. Juli 2006 gibt es zwei neue Lehrberufe - Sportadministration und Finanzdienstleistung.
„Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,/ Kürzt die öde Zeit,/ Und er schützt uns durch Vereine,/ Vor der Einsamkeit“, reimte einst Joachim Ringelnatz. Den neuen Lehrberuf Sportadministration kann man in drei Jahren lernen. Als Lehrbetriebe kommen vor allem Sportvereine, Sportverbände, Fitnessstudios und Sportbetriebe in Frage. Es handelt sich um einen kaufmännischen Lehrberuf, für den es wichtig ist, gut mit Menschen kommunizieren zu können.
Organisationstalent gefragt
Ausgebildete SportadministratorInnen sollen Veranstaltungen planen und organisieren, Vereine und Verbände verwalten und die dazugehörigen administrativen Aufgaben erledigen können. Während der Lehre werden vor allem folgende Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt: Betriebsrelevante Sportregeln, Kenntnis der betrieblichen Sportanlagen und Geräte, Organisation von Veranstaltungen, Erstellen von Angeboten, Mitarbeit im Einkauf und in der Buchführung und Kostenrechnung, Verkaufgespräche, Erstellung von Katalogen und Prospekten, Zahlungsverkehr und EDV-Anwendungen.
Veranlagt zur Geldanlage
Um einen kaufmännischen Lehrberuf handelt es sich auch bei der Finanzdienstleistung, die ebenfalls in drei Jahren zu absolvieren ist. Finanzdienstleistungskauffrauen und –männer sollen KundInnen bei der Vermögensanlage und in Finanzierungs- und Versicherungsfragen beraten, Leistungsfälle in Versicherungsangelegenheiten abwickeln können und auch im administrativen Bereich Arbeiten erledigen. Finanzdienstleister agieren vor allem in Finanzdienstleistungsunternehmen, Kreditinstituten, Versicherungs- und Vermögensberatungsunternehmen.
Folgende Kenntnisse werden während der Lehre beigebracht: Instrumente für Aufbau, Erhalt und Absicherung von Vermögen, Geld- und Kapitalmarktinstrumente, Unternehmensbeteiligungen und deren Vermittlung, Überblick über die Versicherungssparten, Führen von Kundengesprächen, Mitarbeit bei der Buchführung und Kostenrechnung, rechtliche Grundlagen in Geld- und Versicherungswirtschaft sowie in Versicherungsfragen, administrative Arbeiten und EDV.
Eine Lehrabschlussprüfung in jedem dieser beiden Lehrberufe ersetzt die Lehrabschlussprüfung zum/zur Bürokaufmann/frau.
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