Steiermark profitiert am meisten von neuer Südbahn
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Vor dem Spatenstich zum Semmeringbasistunnel stellte die ÖBB Infrastruktur eine Gesamtrechnung zum Ausbau der Nord-Süd-Transversale in der Grazer Arbeiterkammer vor: 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze und 15,5 Milliarden Euro Wertschöpfung bis 2055 bedeuten in Summe, dass die Steiermark am meisten von der neuen Südbahn profitiert.
Die Südachse bis Kärnten weist eine größere Bevölkerungszahl auf als die Westachse innerhalb Österreichs bis Salzburg, daher ergeben sich durch Semmeringbasistunnel und Koralmstrecke für die Südbahn als Flachbahn besondere Chancen im Personen- und Güterverkehr, führte DI Dr. Hans Wehr (ÖBB Infrastruktur AG) bei seiner Analyse auf Einladung der Sozialpartnerinitiative Verkehr (AK, ÖGB, WK und IV) aus: „Verkehrsinfrastruktur verbessert die räumliche Erreichbarkeit.“
Rund 13.200 Fahrgäste täglich bis 2055
Bis 2055 (also 30 Jahre nach Fertigstellung dieser Bahnprojekte) kann sich die Nettotonnenbeförderung pro Jahr um 7,5 Mio. t (Semmering) bzw. 10,8 Mio. t (Koralm/ Neumarkter Sattel) erhöhen. Da am Semmering derzeit nur 10 Prozent der Reisenden mit der Bahn fahren (verglichen mit der Zahl der Straßenbenützer), ergibt sich durch die Fahrzeitverkürzung von Wien nach Graz auf 1 Stunde 50 Minuten (Wien – Klagenfurt: 2h40) ein starker Anreiz zum Umsteigen. Konkret rechnen die ÖBB mit einer täglichen Zunahme der Bahnkunden von 5.100 auf 13.200 in der Steiermark, in Kärnten sollen täglich bis zu 14.800 Personen (Prognose für 2015: 3.000) befördert werden.
15.000 Arbeitsplätze, 15,5 Milliarden Wertschöpfung
Die Kosten für den Ausbau der Baltisch-Adriatischen Achse gibt Wehr mit 8,5 Milliarden Euro an (rund 86% davon entfallen auf Semmeringtunnel und Koralmbahn). Dadurch werden 15.000 zusätzliche Jobs in Österreich gesichert. Auf 5,5 Milliarden zusätzliche Wertschöpfung in den Betriebsjahren bis 2055 beziffert Mag. Ing. Marko Koren die positiven Auswirkungen des Bahnausbaus auf das BIP in Österreich, der Gesamteffekt für das BIP beträgt 15,5 Milliarden Euro, in den Nachbarländern beträgt die Wertschöpfung 5,8 Milliarden Euro. Für den Bahnexperten liegt auf der Hand: „Am meisten profitiert die Steiermark unter allen Regionen des Baltisch-Adriatischen Korridors vom Ausbau der Südbahn.“
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