Kernöl: Stolze Preise für "grünes Gold"

Kürbiskernöl ist den Steirern lieb, aber vor allem auch teuer: Für einen halben Liter legen die Liebhaber des delikaten Speiseöls bis zu 13 Euro auf den Tisch.

Preise nur marginal gesunken

Ihren Ursprung hatte die Preisrallye in der „Ölkrise“ des Jahres 2009, als eine Missernte das Angebot knapp werden ließ. Inzwischen gab es wieder eine gute Ernte, die Anbauflächen wurden ausgeweitet, die Preise sind aber nur marginal gesunken. „Von den Prognosen, dass die Preise nach einem Zwischenhoch um 20 % fallen sollten, ist jedenfalls nichts zu merken“, fasst AK-Marktforscherin Mag. Susanne Bauer eine entsprechende Preiserhebung im Handel und auf Grazer Märkten zusammen.

Pestizidrückstände in ausländischen Kernen

Da auch Qualität des Kernöls und Rückstände von Pestiziden und Kontaminaten immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit stehen, ließ die AK 14 im Handel und auf Märkten erhältliche Kernölprodukte beim Institut Dr. Wagner, einer staatlich akkreditierten Prüfstelle für pflanzliche Lebensmittel, auf Rückstände untersuchen. Die gute Nachricht: Alle getesteten Produkte sind aus lebensmittelrechtlicher Sicht unbedenklich.

Ein für „Kernöl-Puristen“ interessanter Aspekt: Bei sechs Produkten wurden – innerhalb der erlaubten Grenzen – Rückstände von Pestiziden gefunden, die in Europa nicht zugelassen sind. Was Experten darauf schließen lässt, dass „ausländische“ Kürbiskerne zum Einsatz gekommen sind. Die betroffenen Produkte bezeichnen sich aber auch nicht explizit als „steirisches Kürbiskernöl“.

Die gesamte Untersuchung finden Interessierte in der Infobox.

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Trotz guter Ernte wurde Kernöl kaum billiger.
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