Beim Teleshopping lauern Zusatzkosten

Teleshopping, das gemütliche Einkaufen vom Sofa im Wohnzimmer, kann trotz vermeintlich günstiger Angebote durch Nebenkosten teuer werden.

Vom ultimativen Putzmittel bis zur alles könnenden Kamera, vom glitzernden Modeschmuck bis zu den besten Kosmetikartikeln – all das und noch viel mehr zeigen die Verkaufsprofis in den Teleshoppingkanälen. Wer hat da nicht schon gedacht: „Das bestelle ich, der Preis ist in Ordnung.“

Versandkosten und Gebühren

Doch die Bedingungen der Teleshop-Anbieter sind mit vielen Zusatzkosten gepflastert. So kann man bereits beim Anruf für eine Bestellung auf einer Mehrwertnummer landen. Dann kommen noch Porto-, Versand- oder Handlinggebühren dazu oder auch zusätzliche Kosten für eine Transportversicherung. Auch beim Bezahlen der Rechnung können Nachnahmegebühren, Transaktionskosten für eine Vorausüberweisung oder Kreditkartengebühren anfallen.

„Der im Fernsehen angepriesene Preis ist bei keinem der untersuchten sechs Teleshops der Preis, den der Kunde wirklich bezahlen muss“, hat Mag. Susanne Bauer vom AK-Konsumentenschutz in einer Untersuchung festgestellt. Und falls das Produkt nicht in Ordnung ist oder die Ware zurückgegeben wird, fallen weitere Kosten an. Gewährleistungsrechte können auch über eine Mehrwertnummer geltend gemacht werden, bzw. im Falle des Rücktritts braucht man manchmal Rücksendenummern, die man auch extra kostenpflichtig erfragen muss (siehe Infobox).

Konsumentenrechte

- Der Teleshop-Anbieter muss vor Vertragsabschluss über die wesentlichen Eigenschaften und den Preis des Produktes, alle mit der Lieferung verbundenen Kosten, sowie über die Rücktrittsrechte informieren. Der Konsument muss darüber eine Bestätigung erhalten.
- Der Rücktritt ist binnen 7 Werktagen auszusprechen. Informiert der Unternehmer nicht, beträgt die Rücktrittsfrist 3 Monate.
- Ist es vereinbart, muss der Konsument die Kosten der Rücksendung tragen.
- Bei Rücksendung bereits benutzter Waren kann vom Konsumenten ein Wertersatz verlangt werden.

Kein Umtausch für Body

Eine empörte Konsumentin schilderte dem AK-Konsumentenschutz in einem ausführlichen E-Mail, wie es ihr beim Teleshopping ergangen ist. Hier ein kurzer Auszug: „…Der Body kostete 43,29 Euro. Dazu kamen Handlinggebühr, Porto, Nachnahmegebühren und Transportversicherung, alles zusammen 69,30 Euro. …Der Body passte nicht, für die Rücksendung muss man bei einer Hotline (0,20 Euro/Minute) anrufen, um eine Nummer zu bekommen. …Ich war mehr als 15 Minuten in der Warteschleife. …Die Dame sagte, der Body ist vom Umtausch ausgenommen.“

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