AK fordert Gratis-Kurse für Nachprüfungs-Kandidaten

Zwischen 15 und 38,67 Euro müssen Eltern für eine Nachhilfestunde auf den Tisch der Lerninstitute blättern, ergab eine aktuelle Preiserhebung der steirischen Arbeiterkammer.

Preisunterschiede bis zu 150 Prozent

Für rund 5.000 SchülerInnen, die im laufenden Schuljahr eine Nachprüfung befürchten müssen, fordert AK-Präsident Walter Rotschädl aufgrund der horrenden Nachhilfekosten nun Gratis-Vorbereitungskurse in den betreffenden Schulen selbst: „Es ist nicht einzusehen, dass das Verfehlen eines Lehrziels auf die Eltern abgewälzt wird“.

Die Preisunterschiede von bis zu 150 % zwischen den insgesamt 34 Instituten machen einen intensiven Preisvergleich notwendig. Dabei kommt es buchstäblich auf Minuten an: Denn eine Nachhilfestunde muss nicht notwendigerweise 60 Minuten dauern, die Angebote reichen von 40 über 45 bis zu 50 Minuten. Die Arbeiterkammer hat daher zur besseren Vergleichbarkeit die Preise auf eine volle Stunde umgerechnet.

Etwas günstiger als Einzelstunden kommen Zehnerblöcke, deutlich günstiger Gruppenunterricht – sofern er angeboten wird und Gruppen zustandekommen. Einziger erfreulicher Aspekt: In den meisten Fällen wurden die Preise im Vergleich zum Vorjahr gar nicht oder nur geringfügig erhöht.

AK für Kurssysteme in der Oberstufe

Die enormen Nachhilfekosten – steiermarkweit geht die AK von rund 12 Millionen Euro aus, die die Eltern berappen müssen – schreien für den AK-Präsidenten nach einer umfassenden Schulreform: „Ganztagesschulen und Kurssysteme in der Oberstufe statt des pädagogisch und ökonomisch unsinnigen Sitzenbleibens sollten zu einer Lösung des Nachhilfe-Problems führen.“

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