Top Ten Dezember 2011

Aravind Adiga: Letzter Mann im Turm

Roman. Beck 2011, 513 Seiten
Standort: 42:8:17/3

Bombay – das ist eine Mega-City ohne Anfang und Ende, eine brodelnde Region mit 18 Millionen Menschen, die sich auch baulich jeden Tag verändert. Als ein Immobilientycoon ein Slumviertel in eine Nobelgegend verwandeln will, brechen uralte Konflikte auf. Arm gegen Reich, Heimat gegen Profitgier, Hoffnung gegen Aktionärsdenken. Ein breites Gemälde der Menschen des heutigen Mumbai.

Simon Beckett: Verwesung

Berlin: Argon, 2011, 6 CDs, 430 Minuten, Sprecher: Johannes Steck
Standort: AU 2265

Der Serienkiller Jerome Monk gesteht zwar vier Morde an jungen Frauen, verrät aber nicht den Ort, wo er die Leichen vergraben hat. Acht Jahre später bricht Monk vom Gefängnis aus und für den forensischen Anthropologen David Hunter eine schwere Zeit an. Für Gänsehaut und Spannung ist ausreichend gesorgt, denn der Autor versteht es genial, seine Leser hinzuhalten und aufzuregen, alles noch gesteigert von der herrlich sonoren Stimme des Sprechers. Beste Medizin gegen langweilige Winterabende in echt britischer Mixtur.

Herta Scheidinger: Die größten Wahrsager der Geschichte

Hellseher, Magier, Scharlatane von der Antike bis in die Gegenwart. Kremayr & Scheriau 2011, 252 Seiten
Standort: 5:1:82

Seit jeher waren die Menschen davon fasziniert, einen Blick in die Zukunft werfen zu können oder den Willen der Götter zu erkunden. Wahrsagern verhalf das zu einem nicht unwesentlichen Einfluss. Manche gelangten dadurch zu ungeheurem Reichtum, andere waren nichts als Scharlatane.
U.a. finden sich hier Biografien von Hildegard von Bingen, Graf Cagliostro, Aleister Crowly und Erik Hanussen.

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Peter Ackroyd: Venedig

Die Biographie. Knaus 2011, 597 Seiten
Standort: 20:4:516

Nach den üppigen Biographien über London und der Themse widmet sich der Autor diesmal der Lagunenstadt Venedig. Eine Reise durch Raum und Zeit, wo einem klar wird, warum jeder von uns gewisse Vorstellungen über Venedig hat. Und warum alle richtig sind.

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Bernard Cornwell: Das Fort

Historischer Roman. Wunderlich 2011, 593 Seiten
Standort: 40:8:16/6

Sommer 1779: Der Kampf der USA um die Unabhängigkeit von der britischen Krone verlagert sich in den Süden des Landes. Eine britische Einheit nutzt die Gelegenheit und baut in Neuengland ein Fort auf. Als Antwort schicken die USA ein riesiges Aufgebot in den Norden, um die verhassten Briten endgültig zu vertreiben.

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Gandhi

Deluxe-Edition – 2 DVDs, USA 1982
Standort: DVD 3402

Ben Kingsley in einer seiner Paraderollen, für die er verdientermaßen auch den Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt. Neben dem Film gibt es eine zweite DVD mit üppigen Extras rund um den Film bzw. historische Aufnahmen aus dem Leben des realen gewaltlosen Kämpfers für die Unabhängigkeit Indiens.

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Richelieu

Der komplette 6-Teiler. Frankreich 1977
Standort: DVD 3457

Diese Mini-Serie über den französischen Kardinal (1585 bis 1642) begeisterte ebenso das Publikum wie es Historiker ob ihrer Realitätstreue überzeugte. Sehr geeignet für lange Winterabende.

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Miami Vice

USA 2004
Standort: 2728

Collin Farell und Jamie Foxx als Sonny Crockett und Ricardo Tubbs – doch, sie sind in diesem Remake schon cool. Aber Don Johnson und Philipp Michael Thomas waren damals, in den 1970ern, noch viel cooler.

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Magdalena Nabb: Tod einer Verrückten

München: Audio Media 2009. 6 CDs, 426 Minuten. Sprecher: Frank Engelhardt.
Standort: AU 2309

Krimigrüße aus Florenz. Maresciallo Guarnaccia hat am Mord an der harmlosen und verrückten Clementina zu nagen, der stümperhaft als Selbstmord getarnt wurde. Eine Reise in das Leben einer verwirrten Seele, in das Schicksal einer unglücklichen Frau.
Typisch italienisch serviert mit einer herrlichen Stimme.

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John Grisham: Der Anwalt

München: Random House, 2010. 6 CDs, 460 Minuten, Sprecher: Charles Brauer.
Standort: AU 2299

Kurz vor dem Aufstieg in eine glänzende Karriere, wird der Jurist Kyle McAvoy von seiner Vergangenheit eingeholt. Während einer Party bei ihm soll vor fünf Jahren eine Frau vergewaltigt worden sein. Eine entsprechende Anklage würde das Ende seiner erfolgsversprechenden Zukunft bedeuten. Seine Welt offenbart sich plötzlich als ein Sumpf aus Korruption und Machtmissbrauch, wo jegliche Moral zum Fremdwort geworden ist. Charles Brauer hat die richtige Sprache dafür, unterkühlt, ironisch, demaskierend.

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