Viel Geld für den Kanal
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Viele Gemeinden haben mit Finanzproblemen zu kämpfen. Dementsprechend kräftig schlagen sie bei den Kanalabgaben zu, bei denen die Teuerung deutlich über der Inflationsrate liegt.
390 von 542 Gemeinden befragt
So haben sich die Kanalbenützungsgebühren in der Steiermark in den vergangenen 15 Jahren mit einer Erhöhung um 91 % fast verdoppelt. Auch der einmalige Kanalisationsbeitrag („Anschlussgebühren“) ist immerhin um 36 % gestiegen, während der Verbraucherpreisindex in diesem Zeitraum lediglich um 29 % zugenommen hat. Das ist das Ergebnis einer Studie der steirischen Arbeiterkammer über die Kanalabgaben, an der sich im Vorjahr 390 der insgesamt 542 steirischen Gemeinden beteiligt haben.
Graz: teurer Anschluss, günstige Benützungsgebühr
Diese Studie bringt aber auch beträchtliche regionale Unterschiede ans Tageslicht. Betragen die Anschlussgebühren bei einer Nutzfläche von 94 Quadratmetern beispielsweise im Bezirk Mürzzuschlag 965,32 Euro, schlägt die Landeshauptstadt mit 2.136,07 Euro zu.
Bei den laufenden Benützungsgebühren gibt es Graz hingegen steiermarkweit am billigsten. Einer Jahresbelastung eines durchschnittlichen Grazer Haushalts von 176,88 Euro stehen die Kosten für einen vergleichbaren Haushalt im Bezirk Liezen in einer Höhe von 268,18 Euro gegenüber.
Dass es auch innerhalb eines Bezirkes von Gemeinde zu Gemeinde zum Teil deutliche Unterschiede bei den Kanalabgaben geben kann, belegt eine „Kanalgebühren-Landkarte“ der Steiermark, die wie die gesamte Studie in der Infobox heruntergeladen werden kann.
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